Aufgabe wählen
Mit einem begrenzten, wiederkehrenden Vorgang beginnen.
KI im Unternehmen
Starte mit einer Aufgabe, die du erklären und überprüfen kannst. Ein guter Pilot liefert dir eine Entscheidung darüber, ob und wie du weiterbaust.
Kurz sehen. Besser verstehen.
Klicke einen Schritt an und sieh, worauf es dabei ankommt.
Schematische Darstellung der Zusammenhänge.
Mit einem begrenzten, wiederkehrenden Vorgang beginnen.
Gültige Informationen und erlaubte Zugriffe festlegen.
Zeit, Qualität und Nacharbeit vor und nach dem Pilot vergleichen.
Betreuung, Freigaben und einen Weg bei Ausfällen organisieren.
Eine interne Zusammenfassung oder ein Angebotsentwurf mit menschlicher Prüfung eignet sich oft besser für einen ersten Versuch als ein System, das selbstständig verbindliche Zusagen verschickt. Entscheidend ist, dass du ein gutes Ergebnis erkennen kannst und Fehler auffallen, bevor sie Folgen haben.
Beschreibe den heutigen Ablauf, die beteiligten Menschen und den Aufwand. Lege fest, welches Problem du lösen willst: zu lange Antwortzeit, fehlende Angaben oder häufige Sucharbeit. „Wir brauchen KI“ ist noch kein messbares Ziel.
Welche Informationen braucht die Aufgabe wirklich? Wer darf sie sehen? Wer darf den Auftrag ändern? Prüfe die verwendeten Dienste und ihre Datenverarbeitung, bevor du Kundendaten oder interne Unterlagen einsetzt. Gib dem System nur die Zugriffe, die für den konkreten Test nötig sind.
Zum Pilot gehört eine erreichbare Person, die Fehler entscheidet und den Ablauf stoppen kann. Regeln zu Vertraulichkeit und erlaubten Handlungen sollten verständlich dokumentiert sein. Das BSI beschreibt unter anderem Risiken durch fehlerhafte Ausgaben und manipulierte Eingaben.
Stelle typische, schwierige und unvollständige Beispiele zusammen. Bearbeite sie einmal im bisherigen Ablauf und einmal mit Unterstützung. Erfasse Gesamtzeit, sachliche Fehler, fehlende Angaben und Nacharbeit. Ein schöner Text allein ist kein bestandener Test.
Ein mögliches Abnahmekriterium: Der Entwurf übernimmt vorhandene Fakten, markiert fehlende Daten und verschickt nichts. Das lässt sich prüfen. „Die KI ist gut“ bleibt dagegen eine Stimmung.
Nach einem erfolgreichen Test braucht es Zuständigkeit, eine kurze Anleitung, einen Ersatzablauf bei Ausfall und einen Rhythmus für Kontrollen. Änderungen an Modell, Daten oder Schnittstelle können das Ergebnis verändern. Prüfe dann die gespeicherten Testfälle erneut, bevor du den Umfang erweiterst.
Nimm einen Vorgang, der häufig vorkommt und dessen Ergebnis du prüfen kannst. Sammle einige normale Fälle, unvollständige Angaben und einen Fehlerfall. Definiere vor dem Start, was ein guter Vorschlag enthält. Lass das System zunächst parallel zum bisherigen Ablauf arbeiten. Es schlägt vor; ein Mensch prüft.
Für den Test notierst du Bearbeitungszeit, Korrekturen und abgelehnte Ergebnisse. Ein schneller Vorschlag ist kein Gewinn, wenn jemand ihn mühsam reparieren muss. Entscheide nach dem vereinbarten Testzeitraum, ob der Ablauf weiterläuft, angepasst wird oder endet. Erst danach erweitern sich Aufgaben und Rechte.
Zum Modellzugang kommen je nach Aufbau Schnittstellen, Speicher, Einrichtung, Schulung und laufende Pflege. Auch das Prüfen der Ergebnisse ist Arbeitszeit. Stelle dem Aufwand einen gemessenen Nutzen gegenüber. Mögliche Vorteile sind weniger Nacharbeit, kürzere Wartezeit oder ein besser dokumentierter Vorgang.
Ein einfaches Modell: 100 Vorgänge pro Monat sparen nach Kontrolle jeweils sechs Minuten. Das sind zehn Stunden. Bewertest du diese intern mit 40 Euro, ergibt sich ein rechnerischer Zeitwert von 400 Euro. Das ist keine automatisch zusätzliche Einnahme. Ziehe laufende Kosten ab und entscheide, wofür du die Zeit nutzen kannst.
Pilotidee: Zehn anonymisierte Anfragen werden in ein festes Schema übertragen. Gemessen werden fehlende Felder, falsche Übernahmen und gesamte Bearbeitungszeit. Die zehn Fälle sind ein erster Test, kein statistischer Nachweis für alle künftigen Anfragen.
Für einen kleinen, klar begrenzten Test reicht ein konkreter Auftrag mit Zuständigkeit und Prüfregeln. Größere Auswirkungen brauchen entsprechend mehr Planung.
Wenn der Pilot unter vergleichbaren Bedingungen nützlich ist, die Folgekosten bekannt sind und jemand den Betrieb übernehmen kann.
Die Beteiligten müssen Zweck, Grenzen und Prüfablauf verstehen. Ein Werkzeug ohne verständliche Anwendung wird leicht falsch eingesetzt.
Weiterführende fachliche Grundlagen. Geprüft am 8. Oktober 2026; Praxisbeispiele und Empfehlungen auf dieser Seite sind eigene redaktionelle Einordnungen.
BSI: Risiken generativer KI-ModelleWeiterlesen im Buch: KI verstehen · angekündigter Band.
Passt dazu
Ein eingescanntes Blatt ist digital. Ein guter digitaler Ablauf geht weiter: Informationen sind auffindbar, Zuständigkeiten klar und der nächste Schritt ist erkennbar.
Weiterlesen ↗Nicht jeder Ablauf braucht KI. Aber wenn Texte eingeordnet, Angaben ergänzt oder Informationen zusammengeführt werden sollen, kann sie ein sinnvoller Baustein sein.
Weiterlesen ↗Schreib so, dass eine fähige neue Kollegin die Aufgabe übernehmen könnte: Ziel, Grundlage, Grenzen und ein erkennbares Ergebnis.
Weiterlesen ↗Jetzt selbst durchrechnen